Am Donnerstag fand die politische Runde der AfA Aschaffenburg statt. Sie bestätigte den Genossinnen und Genossen und ihren Gästen, was insgeheim alle Anwesenden schon wussten: Die Sanierung der Berufsschule 1 darf nicht mehr aufgeschoben werden.
In der von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit organisierten Diskussionsrunde trafen sich neben den Vorstandsmitgliedern unter anderem Gewerkschaftssekretär*innen und Berufsschullehrkräfte, um über den Zustand der Schule und potenzielle Lösungen zu reden. Schon zu Beginn der Veranstaltung wurde klar, dass die Lage akut ist: Im Sommer misst man bereits vor Unterrichtsbeginn in den Räumen über 30 °C. Deckenheizungen, in denen sich das Wasser aufheizt, verschlimmern die Situation zusätzlich. Außerdem wird im Gebäude selbst mit Wasserschäden und Schadnagerbefall gekämpft. „Das ist aber nicht erst seit heute bekannt”, ergänzte Milena Akgül, stellvertretende AfA-Vorsitzende während der Sitzung. „Seit über 20 Jahren soll die Berufsschule 1 saniert werden, wird allerdings bei Finanzknappheit gegenüber den allgemeinbildenden Schulen stets benachteiligt. Und je länger die Sanierung verschleppt wird, desto mehr wird sie kosten.” Das haben diverse Vorkalkulationen in der Vergangenheit bereits bestätigt. Die Runde fordert deshalb schnelleres Handeln und wenn die Finanzen dafür knapp sind, müssen Zukunftsinvestitionen eben durch Kredite finanziert werden. Neben mehr Möglichkeiten für Fördermittel kann Aschaffenburg damit langfristig sogar sparen. Denn junge Menschen, die heute vor Ort eine gute Ausbildung genießen können, zahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit morgen eben dort ihre Steuern. Aschaffenburg ist ein Wirtschaftsstandort und den will die AfA auch den kommenden Generationen so hinterlassen.