SPD-Arbeitsgemeinschaft fordert priorisierte Sanierung der Berufsschule 1

Politsche Runde - Berufsschule 1

01. November 2026

Am Donnerstag traf sich die SPD Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) zu ihrer Veranstaltung „Berufsschule 1 Aschaffenburg – Marode Trägerin eines erfolgreichen Systems?”, um über den baulichen Zustand des Gebäudes und dessen Sanierung zu diskutieren. Die Lage sei akut, berichteten die Gäste aus Gewerkschaften und Berufsschule der Veranstaltung. So wurden unter anderem die unerträgliche Hitze, Wasserschäden und Schadnagerbefall thematisiert.

Die kritische Finanzlage der Stadt, die aktuell mit Haushaltssperre beantwortet wird, sieht die AfA nicht als Ende der Debatte. Die arbeitnehmernahe Arbeitsgemeinschaft brachte neben einer Kostenaufteilung zwischen Stadt und Landkreis ebenso eine Beteiligung der Betriebe sowie ein kreditfinanziertes Investitionsprogramm auf die Agenda. „Wir können es uns nicht mehr leisten auf Kosten aller kommenden Generationen zu sparen. Nicht nur die Stadt, sondern auch der Landkreis und vor allem die Betriebe des Wirtschaftsstandorts profitieren von der ortsansässigen Berufsschule 1. Kredite hätten zusätzlich den Vorteil, dass man sich um mehr Fördermittel bewerben könnte.”, meinte Nino Michniok, Vorsitzender (35), während der Sitzung und ergänzte: „Junge Menschen, die heute in Aschaffenburg eine gute Ausbildung genießen können, binden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit lange an unsere Region – sie zahlen also morgen ihre Steuern hier.” Bereits am Montag derselben Woche übergab die Gewerkschaftsjugend der IG Metall ihre Petition zur „Investition für unsere Berufsschule!” im Rathaus. Auch das kommentierte Michniok: „Eine Petition mit über 1500 Unterschriften kann nicht einfach ignoriert werden. Wir nehmen uns dem Thema an. Das ist sicher nicht der schnellste, aber vielleicht der nachhaltigere Weg.” So will sich die AfA jetzt damit beschäftigen, auf den verschiedenen SPD-Ebenen auch die Partei von ihrem Kurs zu überzeugen.